Ruhr Nachrichten 29.04.2010
Detailreiche Fassade in drei Tagen aufgesprüht
Graffiti-Künstler in der Hüsingstraße aktiv
Schwerte. Zwei Giebel, wo noch vor Tagen eine flache Wand war. Fenster, durch die niemand durchsehen kann. Illusionen aus der Sprühdose schufen die Graffiti-Künstler der Graffiti-Galerie Kreckel an der Fassade von Haus Nr. 23 in der Hüsingstraße.
Ein Arbeitsplatz in luftiger Höhe: Rund 15 Meter über dem Boden hingen Dirk Kreckel und Ted Bartnik seit Montagvormittag in einem Korb am Kranarm und gestalteten von dort die Fassade. "Man muss schon schwindelfrei sein", erzählt der Schwerter Graffitikünstler. Doch nicht nur das: Immer wieder baumelte der Korb leicht hin und her. Wurde es zu windig, musste sich das Duo sogar mit Metallhaken an der Fassade festhalten. "Zuhause hat dann immer noch alles geschaukelt", berichtet Kreckel von den Nachwehen. Gar nicht so ruhig, dabei eine ruhige Hand zu behalten.
Die brauchten die beiden Künstler aber, um ihre Skizzen per Schablone, aber auch frei Hand auf die große Wandfläche zu übertragen. An der gemalten Fassade soll ein lebendiges Bild entstehen.
An deren Größe hatte sich die Stadt Schwerte im Vorfeld gestört und einen Verstoß gegen die Gestaltungssatzung gesehen. Dadruch verzögerte sich der Start für die Gestaltung der Fassade.
Hingucker
Thorsten Thau von Thau-Immobilien, die das Geschäftshaus für den Privatbesitzer verwalten, ist jedenfalls begeistert. "Ich bin schon gespannt, wie es am Ende aussehen wird", betont Thau. "Das wird ein echter Hingucker."
