InForm - Ausgabe 6 / 17. Juni 2004
Standortzeitung für die Mitarbeiter im Chemiepark Marl
Graffiti verschönert den ISP-Gasometer
"Die Idee, auch einer Industrielandschaft wie dem Chemiepark Marl einen Touch Design zu verschaffen, wurde eingangs belächelt", erinnert sich Peter Köhne, Leiter Einkauf/EMR der ISP Marl. Als der neue Gasometer Mitte 2003 entstand, sollte ihm dennoch ein Gesicht verliehen werden, damit er von all den anderen Gasometern unterschieden werden könnte.
Reißverschluss-Idee
Diesen Plan zu verwirklichen half eine Seite im Internet, auf der die Firma "Graffiti-Galerie" ihre Arbeiten veröffentlichte. Da stand der Entschluss Peter Köhnes schnell fest: " Diese Künstler sollen sich unseren Gasometer ansehen und schauen, wozu er sie inspiriert." Dirk Kreckel nahm wenig später Fotos des halbfertigen Gasomerters auf und entwarf zahlreiche Ideen - darunter auch die, den Gasometer mit einem Reißverschluss von oben nach unten zu gestalten.
"Der Reißverschluss ist meiner Meinung nach erst durch die Nutzung von Graffiti-Sprühdosen so greifbar entstanden", freut sich der Initiator Peter Köhne. In der Tat erscheint der gesprühte Zip sehr plastisch, ergänzt durch einige Tropfen am unteren Ende, die natürlich augenzwinkernd gemeint sind und nicht etwa symbolisieren, dass dort hin und wieder etwas Produkt austritt. "Das Augenzwinkern und der selbstironische Blick gehen im täglichen Arbeitsleben doch meist unter, da haben wir einen anderen Blickwinkel auf den Chemiepark ermöglichen wollen", erklärt Dr. Cornelius Peuckert, Leiter der Acetylenanlage. Der Reißverschluss eröffnet den Blick auf das ISP Logo, hinterlegt mit Rot - sozusagen als Dekolleté.