Altenaer Kreisblatt - 08.11.2001
Bahnhof: Wenigstens das Drumherum soll stimmen
Ingo Diron von der "Verkehrsstation Betrieb" kümmert sich nicht nur um das Graffiti in der Unterführung.
Altena. Zig Töchter hat die Deutsche Bahn AG. Ingo Diron arbeitet bei der Hagener Filiale der "Station und Service AG" und ist unter anderem für die Sauberkeit des Altenaer Bahnhofs zuständig - ein großes Problem in solchen verwaisten Anlagen, weiss er. Vor Ort ließ Diron gestern durchblicken, dass die Vermarktung des Bahnhofsgebäudes auch deshalb sehr schwierig sei, weil es innen in einem äußerst desolaten Zustand sei: "Da kann man nur noch mit Helm und Rüstung rein".
Deshalb konzentriert sich der Mann von der Bahn auf das Drumherum: Neue Stiefmütterchen hat er pflanzen lassen, Geländer wurden gestrichen und bessere Bänke installiert. Das größte Problem seien jedoch die Unterführungen, berichtet Diron. Graffiti, Vandalismus und die offenbar nicht auszurottende Pinkelei machen den Servicearbeitern der Bahn das Leben schwer. Stefan Dressler und Dirk Kreckel sind da so eine Art "Unterführungsgeheimwaffe" der Bahn. Sie sorgten in den letzten Tagen dafür, dass die Unterführung ein neues Outfit erhielt. Graffiti-Künstler Dressler sprayte ein Altenaer Bild, auf dem es viel zu entdecken gibt: Carl ist darauf und der neue Regionalexpress, man findet am Wixberg einen Paraglider und entlang der Lenne schnuckelige Häuserreihen - man merkt, dass Dressler Altenaer ist.