Dieses kühle Blonde ist zwölf Meter hoch
Graffiti-Künstler gestalten Treber-Silo der Brauerei Allersheim
Holzminden (bs). "Das ist eine richtige Herausforderung", stöhnt Dirk Kreckel. Seit Stunden steht der Graffiti-Künstler aus Schwerte auf dem Gerüst, kämpft gegen den stürmischen Wind und gegen den Untergrund. Das Treber-Silo der Brauerei Allersheim gibt sich störrisch. Doch Kreckel und sein Kumpel Ted Bartnik gewinnen - wenn auch mit einigen Stunden Verspätung: Der hässliche, zwölf Meter hohe Kolben verwandelt sich Sprühflasche für Sprühflasche in ein kühles Blondes, mit prickelndem Schaum und perlender Feuchtigkeit. Gut 60 Spraydosen brauchen die beiden Graffiti-Künstler für die Verwandlung.
Die hat sich Brauereichef Rainer Stranz ganz dringend gewünscht. Im vergangenen Jahr wurde bereits ein einzigartiges Beleuchtungskonzept für das Sudhaus entwickelt und umgesetzt. Jetzt folgt das Silo. Die Idee für die Umgestaltung hat Rainer Stranz aus seiner Heimatstadt Dortmund mitgebracht. Die Fiege-Brauerei hat dort ein ähnliches Projekt verwirklicht. Stranz machte sich im Internet auf die Suche und stieß auf die Graffiti-Künstler, von denen Ted Bartnik zugibt, früher wild gesprayt zu haben. Doch das ist jetzt vorbei.